Mit einer Mikrowelle kann man nicht nur Suppe erhitzen, sondern auch eine ganze Menge anderer nützlicher Dinger, die kaum jemand auf dem Schirm hat.

In den meisten deutschen Haushalten steht eine Mikrowelle, aber in den wenigsten davon wird auch wirklich das Maximum aus der Geräten herausgeholt. Meistens werden lediglich die üblichen Standardaufgaben damit erledigt, etwa Reste aufwärmen, Milch erhitzen oder hin und wieder ein Fertiggericht zubereitet. Dabei sind Mikrowellen deutlich vielseitiger und können jede Menge alltäglicher Aufgaben in der Küche und im Haushalt erleichtern. Wir haben 7 Beispiele gesammelt, die vermutlich nur die wenigsten kennen, die aber wirklich jede Menge Potential haben:

  1. Knoblauch schälen
    Frischer Knoblauch macht so ziemlich jedes Gericht besser und ist wie die Zwiebel so etwas wie die Grundlage vieler internationaler Küchen. Die Zubereitung beziehungsweise die Verarbeitung von Knoblauch ist allerdings alles andere als unkompliziert. Die Schale geht nur schwer ab, das Innere ist klebrig und die Finger riechen danach noch stundenlang. Aber hier können schon 20 Sekunden in der Mikrowelle Abhilfe schaffen. So lange werden die Knoblauchzehen einfach samt Haut erwärmt und sind danach nicht mehr wieder zu erkennen. Die Zehen gleiten nun wie von selbst aus der Haut und die weitere Verarbeitung ist ein Kinderspiel.
  2. Kräuter trocknen
    Frische Kräuter können ein Gericht leicht auf den nächsten Level heben, allerdings gibt es in der Regel nicht die winzige Menge zu kaufen, die man eigentlich bräuchte. Die Reste können dann entweder eingefroren oder ganz einfach getrocknet werden. Die trockenen Kräuter sind dann problemlos mehrere Wochen lang haltbar und können nach und nach verwendet werden. Das Trocknen wird meistens im Ofen erledigt, allerdings geht es genauso gut in einer Mikrowelle und das in einem Bruchteil der Zeit. Dazu werden die gewaschenen und trockenen Kräuter einfach auf einem Küchenpapier aufgereiht und kommen so in die Mikrowelle, wo sie alle 30 Sekunden gewendet werden. Nach 2-3 Minuten (je nach Kraut) sind die Blätter komplett ausgetrocknet und können so gelagert werden.
  3. Rühreier
    Wenn es etwa zum Frühstück Rühreier gibt, verbinden wir das mit einer gemütlichen Mahlzeit, die in der Regel am Wochenende oder einem anderen freien Tag stattfindet. Wenn die Zeit aber mal knapp ist und man trotzdem nicht auf die Rühreier verzichten kann oder will, ist die Zubereitung in der Mikrowelle eine echte Alternative. Hier wird weder eine Pfanne schmutzig, noch dauert es länger als 4-5 Minuten. Die Eier werden dabei einfach zusammen mit den Gewürzen und etwas Milch in einer Tasse aufgeschlagen und kommen dann für rund 3 Minuten in die Mikrowelle. Zur Halbzeit kann man das Ganze einmal umrühren, um sicherzustellen, dass die Eier gleichmäßig garen. Geschmacklich kann das mit Rühreiern aus der Pfanne natürlich nicht ganz mithalten, aber es geht schnell!
  4. Parmesan Schälchen
    Jetzt wird es fancy, denn Tipp Nummer 4 richtet sich eher an alle Enthusiasten und Küchenfees. So kann man aus Parmesan nämlich leckere Schälchen machen, die nicht nur schmecken, sondern auch echte Hingucker sind. Die Schalen können später zum Anrichten von kleinen Salaten dienen oder auch Dipps wie Guacamole aufnehmen. Zur Zubereitung benötigt man neben der Mikrowelle lediglich zwei kleine Porzellanschalen, die gut ineinander passen. Eine Schale wird dann mit der Öffnung nach unten auf Backpapier gelegt, mit einer weiteren Schicht Papier abgedeckt und dann mit geriebenem Parmesan bis über die Ränder hinaus bestreut. Das Ganze kommt dann in die Mikrowelle, wo der Käse schon nach kurzer Zeit weich wird und Farbe bekommt. Dann kann der Käse mit einer weiteren Schicht Backpapier abgedeckt werden und mit der zweiten Schalte schließlich in Form gedrückt werden. Nach wenigen Sekunden wird der Käse hart, man muss hier also relativ flott arbeiten.
  5. Kartoffelchips
    In der Mikrowelle kann man tatsächlich auch leckere Kartoffelchips zubereiten, die außerdem auch noch deutlich gesünder, da fettärmer sind. Der Aufwand ist allerdings unverhältnismäßig groß und selbst für kleine Mengen braucht man viel Zeit und auch Energie. Zum Ausprobieren ist es aber trotzdem eine tolle Idee und daher wollen wir sie hier auch nicht unerwähnt lassen, obwohl sie vielleicht nicht wirklich alltagstauglich ist. Man braucht zumindest eine rohe Kartoffel, die man in möglichst dünne Scheiben schneidet und diese dann in einer Schicht auf einem Teller in der Mikrowelle ausbreitet. Man beginnt den Garvorgang auf höchster Stufe und reduziert die Hitze alle 2-3 Minuten, wobei man hier auch jedesmal die Kartoffelchips wendet. Nach einigen Durchgängen nehmen die Chips nicht nur eine schöne Farbe an, sie welken und falten sich auch, so dass sie mehr und mehr wie „richtige“ Kartoffelchips aussehen. Fertig sind sie, wenn sie optisch restlos überzeugen.
  6. Mehr Saft aus Zitronen quetschen
    Deutlich schneller lässt sich der nächste Tipp umsetzen und im Endeffekt spart man damit sogar Zeit. Wenn man schon mal eine Zitrone, Limone oder auch Orange mit der Hand ausgepresst hat, um an den Saft zu kommen, dann weiß man, dass das ein mühseliges Unterfangen sein kann. Nur 20 Sekunden in der Mikrowelle können den Vorgang aber schon deutlich erleichtern. Denn schon nach kurzer Zeit wird nicht nur die Schale leicht warm, auch das Fruchtfleisch wird wesentlich schwächer, was das anschließende Entsaften dementsprechend einfacher macht. Der Tipp kann neben den genannten Früchten tatsächlich auf alles Zitrusfrüchte angewandt werden.
  7. Gemüse dünsten
    Der letzte Tipp hat das Potential zum sogenannten Gamechanger, denn wer auf diese Weise schon einmal Gemüse gegart hat, der kann sich kaum vorstellen, es noch einmal anders zu erledigen. Zum Dünsten benötigt man lediglich eine kleine, mikrowellenfeste Schale, die groß genug für die gewünschte Gemüsemenge ist. Wenn man etwa Brokkoli zubereiten mag, füllt man die gewaschenen und einigermaßen gleichgroßen Stücke in die Schale, gibt einige Esslöffel Wasser dazu und deckt das Ganze dann mit einem kleinen Teller ab. Nach 3-4 Minuten in der Mikrowelle ist der Brokkoli nicht nur schonend, sondern auch extrem energieeffizient gegart.

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