Eine Tasse Kaffee aufwärmen oder ein Fertiggericht zubereiten kann jeder mit einer Mikrowelle. Aber man kann mit einer Mikrowelle auch richtig kochen.

Da Mikrowellen sehr günstige und gleichzeitig unglaublich nützliche Alltagshelfer sind, findet man in der entwickelten Welt kaum noch Haushalte, in denen auf so ein Gerät verzichtet wird. Viele Aufgaben können damit schließlich zeit- und gleichzeitig energiesparend erledigt werden. Sei es das Aufwärmen von Resten, das Zubereiten von Fertiggerichten oder auch nur die Tasse Tee am Morgen – in solchen Bereichen glänzen die meisten getesteten Mikrowellen und dementsprechend werden sie auch meistens genau so genutzt. Was aber nur die wenigsten wissen ist, dass ein Mikrowellengerät deutlich mehr kann als lediglich Aufwärmen und Auftauen. Mit etwas Mut zum Neuen und einer Portion Lernwillen kann man mit einer Mikrowelle richtig kochen bzw. den Kochvorgang bei verschiedenen Rezepten deutlich effizienter gestalten.

Möchte man also mehr aus dem eigenen Mikrowellenherd heraus holen, sollte man sich zunächst einmal darüber klar werden, was so ein Gerät gut kann, was es weniger gut kann und wo es schlicht und einfach ungeeignet ist. So ist eine Mikrowelle denkbar schlecht geeignet, wenn es darum geht Röststoffe zu erzeugen. Bratkartoffeln, Gratins oder eine knusprige Haut am Hähnchenschenkel sind hier schlicht unmöglich. Die Zutaten werden zwar heiß und irgendwann auch fertig gegart sein, das gewünschte Ergebnis wird sich so aber nicht einstellen. Ganz anders sieht die Sache bei Zutaten aus, die reichlich Wasser enthalten und möglichst schonend gegart werden sollen. Solche Speisen, unter anderem die meisten Gemüsesorten, lassen sich in einer Mikrowelle mit geringem Zeitaufwand, energiesparend und so dass viele Nährstoffe erhalten bleiben, garen. Aber wie geht man in der Praxis am besten vor, wenn man aus der eigenen Mikrowelle mehr als einen Popcornofen machen will? Wir haben einige nützliche Schritte für den Prozess gesammelt.

  1. Das eigene Gerät kennenlernen
    Es gibt viele Einflüsse auf die Länge der Garzeit in einer Mikrowelle. Neben der Größe der Garraums und der Wattzahl eines Geräts spielen hier natürlich auch die verwendeten Zutaten und deren Menge eine Rolle. Deswegen ist es so wichtig, dass man Erfahrungen sammelt und die Mikrowelle regelmäßig nutzt. Nur so lernt man, welche Menge von welchem Gemüse wie lange braucht, bis es perfekt gegart ist.
  2. Nie ohne Abdeckung
    Wer schon mal versucht hat, trockene Speisen in einer Mikrowelle zu erhitzen weiß, dass es ohne Flüssigkeit eine sehr zähe Angelegenheit werden kann. Das liegt an der Funktionsweise der Mikrowelle, die das in Speisen enthaltene Wasser anregt und so Hitze erzeugt. Deckt man Speisen und Zutaten ab, kann das verdampfende Wasser nicht entweichen. Die Feuchtigkeit bleibt also da wo sie gebraucht wird und sorgt für einen effizienten Garvorgang.
  3. Die verschiedenen Einstellungen nutzen
    Oft wird bei einem Mikrowellengerät lediglich der Zeitschalter und der Einschaltknopf betätigt, es wird also immer mit voller Power gekocht. Das ist aber bei vielen Zutaten tatsächlich suboptimal. Ein Kuchen etwa sollte eher auf mittlerer Stufe zubereitet werden, so dass die Hitze sich hier zwischen den Mikrowellenstößen langsam im Teig ausbreiten kann. Bei anderen Zutaten kann es Sinn machen, diese erst mit voller Power auf Temperatur zu bringen und dann im Anschluss auf einer niedrigen Stufe von 10 oder 20% langsam fertig zu garen. Auch hier helfen nur Erfahrung und der nächste und letzte Schritt.
  4. Experimentieren!
    Die meisten Hobbyköche sind im Umgang mit einem Herd oder dem Ofen deutlich besser als mit einer Mikrowelle, einfach weil sie dort auch viel mehr Zeit investieren. Es ist aber nicht nur Zeit, im Umgang mit den klassischen Kochmitteln sind viele auch wesentlich experimentierfreudiger, als sie das bei einer Mikrowelle sind. Aber auch hier kann nichts grundlegendes schief gehen. Also probieren Sie auch hier einfach ab und an mal Neues aus!

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